Aktionswoche Kinderrechte

von Mathias Thiede

.... zum Theaterstück „Eigentlich wollte ich fliegen“, welches sich mit dem Kinderrecht Schutz vor Gewalt auseinandersetzte. Dieses Angebot wurde durch viele Eltern wahrgenommen. Nachdem man gemeinsam das Stück der Theater Eukitea gGmbH gesehen hatte, fand ein reger Austausch über das gewaltpräventive Theaterstück statt. Dieses Theater wurde erst durch die Förderung des Landkreise Oberhavel und des Fördervereins der Waldschule ermöglicht. Einen Tag später sahen alle Schüler*innen der Waldschule „Eigentlich wollte ich fliegen“ und tauschten sich im Klassenverband im Anschluss darüber aus.

Am 16.10. wurde durch die Stadt Oranienburg die Projektwoche offiziell auf dem Schlossplatz eröffnet. Dazu waren Kitas, Schulen und Horte der Stadt eingeladen. Wir folgten dieser Einladung mit den Klassen Flex D, 3b und 4a. Im Vorfeld gestalteten die Kinder kleine Zettel mit ihren Herzenswünschen. Die wurden nach einem offiziellen Eröffnungsteil durch die Kinder mit Luftballons auf eine Reise geschickt.

Die Waldschule wurde einen Tag später in Kinderhände übergeben. Für 2 Stunden übernahmen Kinder, die sich im Vorfeld persönlich für eine Stelle beworben hatten, das Kommando der Schule. So wurden die Posten vom Schulleiter, der Schulsekretärin, des Hausmeisters, der Schulsozialarbeiterin, von Hortnerinnen und Lehrkräften vergeben. 21 Kinder nutzen diese Möglichkeit für sich und nahmen aktiv ihr Kinderrecht der Partizipation wahr.

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1612342/ 

Den Höhepunkt der Aktionswoche bildete der Projekttag am 18.10.  An diesem Tag standen die einzelnen Kinderrechte im Fokus. In verschiedenen Workshops konnte sich jedes Kind intensiv mit einem Kinderrecht beschäftigen und es auf unterschiedliche Art erleben.

Das Recht auf Gesundheit wurde durch gesunde Ernährung (Backen) und Herstellung von sauberem Trinkwasser durch Filtertechniken praktisch umgesetzt. Die Klassensprecher*innen wurden im Rahmen des Kinderrechtes auf Partizipation in einem Workshop über ihre Rechte und Pflichten informiert. Sie bereiteten zudem die bevorstehende Schülersprecherwahl am 10.11.2017 vor. Einige Workshops setzen sich aktiv mit dem Recht auf Spiel und Freizeit auseinander. Spiele aus aller Welt wurden erprobt, Spielzeuge selbst hergestellt und natürlich auch gespielt.

Rechte auf kulturelle Teilhabe wurde über Workshops wie Standardtanz, künstlerische Gestaltungsangebote und das Schreiben unseres Schulsongs wahrgenommen. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Langer, der dazu die Musik selbständig komponierte. Anschließend wurde der Song auf dem Schulhof zur Workshoppräsentation erstmalig uraufgeführt und von allen Schüler*innen und Pädagog*innen der Waldschule gesungen. Bei der Abschlussveranstaltung zeigten auch die Kinder ihre Lernerfolge im Umgang mit einem Rollstuhl, die sie im Workshop zum Recht auf besondere Fürsorge und Förderung von Behinderung erleben durften. Die Firma MEMOTEC (Rehatechnik) aus Oranienburg stellte uns dafür freundlicher Weise 4 Rollstühle und einen Aktivrollstuhl zur Verfügung. Frau Herrmann, von der lebendigen Bibliothek aus Berlin, die auf selbst auf einen Rollstuhl im Leben angewiesen ist, verriet den Kindern Tricks und Techniken. Für Fragen stand sie den Kindern jederzeit zur Verfügung. Das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht wurde durch eine persönliche Begegnung erlebbar gemacht. Eine Mutter, die selbst geflüchtet ist, backte mit Kindern Speisen aus ihrem Land. Teilnehmer*innen des Workshops konnten so ihr Verständnis für Personen mit fremdsprachiger Herkunft erweitern. Im gemeinsamen Tun erfuhren sie, wie eine Kommunikation ohne Worte oder mit Lauten funktionieren kann. Zudem haben sie ihr Feingefühl für die Lebenssituation geflüchteter Menschen geschärft und eigene soziale Kompetenzen erweitert.

Nach der Präsentation der Workshopergebnisse auf dem Schulhof nutzen die Kinder die Möglichkeit, ihren Schulhof mit Farben zu gestalten. Jede konnte eine Gehwegplatte nach seinen Vorstellungen bemalen und somit das eigene Recht auf Mitgestaltung wahrnehmen.

Wir danken allen Beteiligten Personen und Fördern, diesen Tag für die Schüler*innen unvergesslich werden ließen.

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